Neuerungen in der Bilanzierung durch IFRS 9

Das IASB hat am 24. Juli 2014 den endgültigen internationalen Rechnungslegungsstandard zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten (IFRS 9) verabschiedet, der die bestehenden Vorschriften von IAS 39 ablöst. Die verpflichtende Anwendung des neuen Standards ist für die Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2018 vorgesehen.

Die Ablösung des IAS 39 durch den IFRS 9 erfolgt in drei sogenannten ‚Phasen‘:

  • Phase I: Klassifizierung und Bewertung

Gemäß IFRS 9 Phase I erfolgt die Kategorisierung und Bewertung von Finanzinstrumenten als Einzelfallbetrachtung auf Basis des Geschäftsmodell (Business Model) sowie der Charakteristika der vertraglichen Zahlungsströme (Contractual Cash Flow Characteristics) des Finanzinstrumentes.

 

  • Phase II Impairment

Mit IFRS 9 Phase II führt das IASB ein neues Wertminderungsmodell ein, das im Gegensatz zu IAS 39 nicht mehr auf bereits eingetretenen („incurred“) sondern auf erwarteten („expected“) Verlusten basiert. Die Risikovorsorgebildung soll damit früher und in größerem Umfang erfolgen und die damit einhergehenden ökonomischen Verluste in der Bilanz abbilden.

 

  • Phase III Hedge Accounting

In der Phase III von IFRS 9 wurden die Micro Hedge Accounting Regelungen des IAS 39 überarbeitet. Die Regelungen zu designierbaren Grundgeschäften sowie die designierbaren Sicherungsinstrumente wurden erweitert mit dem Ziel eine Annäherung an das Risikomanagement zu erreichen.

 

Als Folge der veränderten Kategorisierungs- und Bewertungsvorschriften sind Anpassungen in der IT‑Systemlandschaft der Banken notwendig, insbesondere für das AFI-Modul des SAP Bank Analyzers. Besonders die Anforderungen an die Risikovorsorge stellen dabei einen Aufwands- und Komplexitätstreiber dar. gwantec unterstützt Sie bei der Konzeption und Umsetzung der Anpassungen und dem Übergang auf die Anwendung der Bilanzierung nach IFRS 9.

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